DruckLexikon
Unser Drucklexikon enthält Erklärungen und Definitionen rund um das Thema Druck.
Widerstandsfähigkeit des Papiers, der Druckfarbe oder der Beschichtung gegen Abreibungen.
Probeabdruck von Druckformen jeder Art zur Feststellung der Druckqualität und Richtigkeit; dient nach Genehmigung durch den Besteller als Vorlage beim Fortdruck und wird dann als Probedruck bezeichnet.
Das Überstehen von Bildern und Flächenn über den späteren (beschnittenen) Dokumentrand hinaus; in der Regel zwischen 2-3mm.
Unter Aufsichtsvorlage bezeichnet man beim Scannen alle nicht transparenten Vorlagen.
Beim Ausschießen müssen die Seiten einer Druckform so zusammengestellt werden, dass der fertig gedruckte und gefalzte Bogen die richtige Seitenfolge hat.
Die Bahnbreite ist die Rollenbreite, in der das Papier auf der Papiermaschine gearbeitet ist; läuft quer zur Laufrichtung.
werden vorwiegend dort eingesetzt, wo die natürlichen Eigenschaften des Papiers für einen bestimmten Verwendungszweck nicht ausreichen (Verpackungen für Flüssigkeiten etc.). Zur Beschichtung dient heute meist Kunststoff (statt früher Wachs, Paraffin oder Bitumen).
Oberbegriff für eine Vielzahl gestrichener Papiere unterschiedlicher Qualität, die im Bogenoffsetdruck mehrfarbig bedruckt werden können.
Papier und Karton in ungefalztem Zustand und kleiner als das Format DIN A3. Für Formate, die im ungefalztem Zustand größer als A3 sind, wird im allgemeinen der Ausdruck Bogen verwendet.
Oberbegriff für auf Format geschnittenes Papier, größer als DIN A3. Gefalzte Bogen werden als Falzbogen bezeichnet.
Ein Papierbogen, dessen lange Seite aus der Breite der Papierbahn geschnitten wurde. Die Laufrichtung des Bogens liegt also parallel zur Schmalseite. Beispiel: 70 x 100 cm (Breitbahn) oder 100 x 70 cm (Schmalbahn)
Chromopapier ist holzhaltiges oder holzfreies Papier, einseitig gestrichen. Der wasserfeste Strich entspricht grundsätzlich dem von Kunstdruckpapier, ist aber wegen anderer Anforderungen an die Produkte (gute Offsetdruckeignung sowie Präge-, Lackier- und Bronzierfähigkeit) anders zusammengesetzt. Einsatz für Etiketten, Einwickler und Bezugpapiere etc. Es gibt matte und auch Hochglanz-Chromopapiere.
Druckplatten-Direktbebilderungsverfahren, bei dem die Druckplatten vom PC aus direkt im Plattenbelichter bebildert werden.
Lichtmeßgerät für das meßtechnisch exakte Erfassen der Farbdichte im Druck bzw. auf dem Druckbogen.
Standard sind Cyan, Magenta, Yellow und Black (CMYK, 4c EuroSkala), aus denen sich in der Regel alle Vierfarbausdrucke zusammensetzen. Oder Verwendung von fertig abgemischten Sonderfarben (z.B. HKS- oder Pantone- Farben) verschiedener Hersteller.
Belichtung der Druckplatte; aufgelegter Film schützt die Bereiche der Druckplatte, die später (in der Druckmaschine) die Farbe annehmen und über eine Gummiwalze an den Bedruckstoff (Papier) abgeben.
Sammelname/Oberbegriff für alle Papiere, die zum Bedrucken geeignet sind und sich in den verschiedenen Druck- verfahren störungsfrei verarbeiten lassen.
auch Druckform. Aluminiumplatte, die, um den Druckzylinder gespannt, neben dem Gummituch für die Farbaufnahme und -abgabe verantwortlich ist.
Maß für die mittlere Kraft, die nach dem Einschnitt zum Durchreißen der Papierprobe erforderlich ist (DIN 53128).
Spezielles Papier für die Herstellung von Etiketten. Es muß gute drucktechnische Eigenschaften aufweisen aber vor allen Dingen auch den speziellen Anforderungen beim Etikettieren genügen. (Qualitätsanforderungen sind: Naßfestigkeit, Rollneigung, Reißfestigkeit, Bruchwiderstand, Laugendurchlässigkeit, Stanzfestigkeit etc.
Beim Falzen eines Papiers wird die Oberfläche der äußeren Seite gespannt und die der inneren Seite gestaucht. Ab einer bestimmten Papierstärke wird es vorher gerillt.
Allgemeine Bezeichnung für die edelsten Erzeugnisse der Papierindustrie. Besondere Wertlegung auf Festigkeit der Oberfläche, auf gute und gleichmäßige Durchsicht (auch mit Wasserzeichen) und sehr gute Bedruckbarkeit.
Fotografisches Element, auf dem nach seiner Entwicklung das Raster der jeweiligen Druckfarbe als lichtundurchlässige Schrift erscheint.
Ursprüngliche Bezeichnung für das Ablegen des noch nassen Papierblattes vom Handsieb auf einen Filz. Heute versteht man darunter das Pressen des Papiers oder auch das Verbinden noch nasser Papierbahnen durch Aufeinanderpressen, wobei die Fasern miteinander verfilzen.
Papiere die zur Verbesserung der Oberflächenglätte, des Glanzes, der Weiße und der Bedruckbarkeit einen Strich aufweisen. Er besteht aus hochwertigen natürlichen Pigmenten, Bindemittel sowie verschiedenen Hilfsstoffen. Es gibt sie glänzend, matt und halbmatt.
Im traditionellen Schriftsatz beschreibt Geviert ein Quadrat in der Punktgröße der jeweils verwendeten Schrift; Achtel-, Viertel-, Halb-; in Typographieregeln festgelegte Abstände zwischen Telefonnummern, Bankleitzahlen etc.
Die Glätte eines Papiers kann von ausschlaggebender Bedeutung für das Bedrucken sein. Die Wiedergabe von Rasterpunkten und von Flächen ist abhängig von der "Ebenheit" des Papiers. Unebenheiten wirken sich mehr oder weniger negativ aus.
ist ein optischer Eindruck, der bei der Betrachtung einer Oberfläche entsteht; wenn der größte Teil des schräg auftreffenden Lichtes gerichtet reflektiert wird und nur ein kleiner Teil diffus ist. Die Bestimmung des Glanzes erfolgt nach DIN 54502.
Papiere, die mit einem Anteil von verholzten Fasern (Holzschliff/Holzstoff) hergestellt werden. Sie weisen eine geringere Festigkeit auf als Papiere aus reinem Zellstoff, neigen schneller zur Vergilbung und haben eine wesentlich geringere Alterungsbeständigkeit.
Oberbegriff für einen ganz oder nahezu ausschließlich mit mechanischen Mitteln hergestellten Faserhalbstoff.
Anfangsbuchstaben eines Satzes, die hängend oder erhöht einen besonderen Blickfang darstellen sollen.
Erzeugnis, das im Flächengewicht zwischen Papier und Pappe liegt. Unterscheidung in einlagigen und mehrlagigen Karton, der gegautscht oder geklebt sein kann. Mehrlagiger gegautschter Karton besteht aus mehreren, nicht unbedingt gleichartigen Faserschichten.
Werden alternativ zur Beschichtung eingesetzt. Hierbei werden zwei fertige Flächen aufeinandergeklebt. Papiere und Pappen können z.B. mit Aluminiumfolie (lichtundurchlässig), Zellglas, Kunststoff- folien oder Textilien kaschiert werden.
Zwischenstufe in der Dokumentproduktion, in der die Seiten auf Fehler überprüft und anschließend berichtigt werden.
(originalgestrichen) Gestrichene Papiere, die durch Beschichtung in einer besonderen Streichlage eine glänzende oder matte, ebene und geschlossene Oberfläche erhalten haben. Auf ihnen lassen sich Bilder mit feinstem Raster im Offsetdruck wiedergeben.
Richtung, in der das Papier durch die Papiermaschine läuft. Dadurch ist sie in der Regel auch die bevorzugte Faserrichtung im Papier. In dieser Richtung weist das Papier eine größere Festigkeit und Steifigkeit auf. Die Laufrichtung ist für eine störungs- freie Druckabwicklung und die weitere Verarbeitung von großer Bedeutung. Bei Papieren in Bogen sind die Begriffe Schmal- und Breitbahn geläufig. Bei Breitbahn liegt der Faserlauf längs der schmalen Bogenkante, bei Schmal- bahn geht er parallel zur langen Seite des Bogens.
(relative) Liegt für die Papierlagerung und Verarbeitung idealerweise bei 50 bis 55 Prozent bei Temperaturen zwischen 12° und 23° C.
Unerwünschtes rasterähnliches Muster, das erstens dann auftritt, wenn mehrere Raster beim Belichten von ihren Standardwinkeln abweichen und beim Drucken überlagert werden, oder zweitens, wenn sich zwei oder mehrere unterschiedliche Rasterweiten überlagern.
ist das Zusammenstellen einer stangerechten Druckform entsprechend dem Einteilungsbogen wobei die Falzart, das Bindeverfahren und das Druckbogenformat beachtet werden muß.
Allgemeine Bezeichnung für Papiere, die keine Veredelung durch einen Strichauftrag haben. Auch ungestrichenes Papier.
Sammelbegriff für viele holzfreie und holzhaltige Naturpapiere sowie für ungestrichene Recyclingpapiere in satinierter oder maschinenglatter Ausführung, können im Offsetdruck verarbeitet werden.
Fachbegriff für die Undurchsichtigkeit des Papiers. Diese Eigenschaft ist vor allem für grafische Papiere wichtig, die z.B. von beiden Seiten bedruckt werden sollen.
Sehr hochwertige, beidseitig gestrichene Papiere für den Druck von sehr anspruchsvollen, mehrfarbigen Druckarbeiten. Solche Papiere besitzen meist eine glänzende (auch matte und halb- matte Qualitäten), sehr gleichmäßige und glatte Oberfläche.
Bezugssymbole auf druckfertigen Grafiken, die das Ausrichten der übereinanderliegenden Filme/Platten vereinfachen; werden bei uns digital erzeugt.
Naturpapier mit besonderen Eigenschaften (für die Bedruckbarkeit, das Einweichen vor der Plakatierung, das Kleben und die Witterungsbeständigkeit).
Erzeugnis aus mechanisch oder chemisch freigelegten Pflanzenfasern, die in wäßriger Suspension miteinander verfilzt und - unter Zusatz von Hilfsstoffen wie Füllstoffen, Farbstoffen oder Leim - zu Blattform verarbeitet werden. Oder: "ein flächiger, im wesentlichen aus Fasern meist pflanzlicher Herkunft bestehender Werkstoff, der durch Entwässerung einer Faserstoffaufschwemmung auf einem Sieb gebildet wird". (nach DIN 6730).
ist in der Regel stärker als Karton und hat darum eine größere Festigkeit. Nach dem Produktionsverfahren werden Maschinenpappen und Wickelpappen unterschieden.
ist der Vorläufer und Namensgeber des Papiers. Hergestellt wurde es aus einem schilfartigen Sumpfgewächs (Papyrus), dessen Stengelmark in Streifen geschnitten, kreuzweise übereinander- gelegt und dann gepreßt, gehämmert, geglättet und getrocknet wurde.
(an Litfaßsäulen oder anderen dafür vorgesehenen Stellen angeklebtes) Blatt von unterschiedlicher Größe, das eine der Werbung, der Information über eine Veranstaltung o.ä. dienende Mitteilung (in effektvoller, gelegentlich künstlerischer grafischer Ausgestaltung) enthält.
Eine von Adobe Systems Inc. entwickelte Seitenbeschreibungssprache für Schriften, Grafiken und das Seitenlayout.
Reproduktion einer echten Halbtonvorlage (Fotografie) durch Simulieren von Tonwertabstufungen mit Punkten (oder anderen Formen) verschiedener Größe. Die Anzahl der Rasterlinien pro cm gibt die Rasterweite wieder (Grobraster: 32 Linien/cm, Feinraster über 80 Linien/cm). Eine neue Rastertechnik ist das frequenzmodulierte Raster, das durch unregeläßigen Aufbau der Rasterpunkte eine sehr hohe Detailwiedergabe erreicht.
Papiere, die aus 100% Altpapier hergestellt werden. Unter Recyclingpapier fallen auch alle Sorten, die teilweise unter den Begriff "Umweltschutzpapier" fallen.
Stärkste Belastung, die Papier aushalten kann, bevor es zerreißt. Testöglichkeit nach DIN 53112.
Akronym für Rot, Grün und Blau. RGB ist ein auf der additiven Farbtheorie basierendes Farbmodell, das u.a. für Computerbildschirme verwendet wird.
Von ara. "rizma" = Ballen. Bezeichnung für eine variable Menge von Papierbogen, die in Ries-Einschlagpapier verpackt werden.
werden Papiere, für deren Verwendungszweck (Bedrucken mit feinem Raster) die Oberflächenqualität aus dem Glättwerk der Papiermaschine nicht ausreicht. Die Satinage erfolgt in einem System übereinanderliegender Walzen, durch die das Papier schlangenförmig hindurchgeführt wird.
Als Satz bezeichnet man in der Druckerei den Arbeitsschritt, der durch ein technisches Verfahren aus einer Vorlage (einem Text) eine drucktaugliche Form herstellt. Auch das Produkt des Setzvorgangs selbst wird als "Satz" bezeichnet. Im Gegensatz zum heutigen voll elektronischen Verfahren wurden früher bewegliche Lettern zu der vollständigen Form einer Seite zusammengesetzt.
Bezeichnung, aus der die Laufrichtung der Papierfasern eines Bogens hervorgeht. Dabei ist die kürzere (schmalere) Kante aus der Breite der Papierbahn der Papiermaschine geschnitten worden.
Synthesefaser-Papiere sind ein "flächiger, im wesentlichen aus Chemiefasern bestehender Werkstoff" (nach DIN-ISO 6730).
Begriff aus typos (Abdruck, Abbild, Form) und graphein (schreiben, einritzen); Lehre von der Form und Gestaltung der Schriftzeichen, im weiteren Sinn der Darbietung von Text auf verschiedenen Oberflächen.
Gesamtheit aller vorhandenen und nutzbaren Zeichen einer Schrift (Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen).
Platzbedingtes oder bewußtes Fortführen eines Textes in der nächsten Zeile unter Berücksichtigung gültiger Trenn- und Typografieregeln.
Faserstoff, der aus pflanzlichen Faserrohstoffen durch chemischen Aufschluß gewonnen wird. Enthält als Hauptbestandteile Zellulose, Hemizellulose, Restlignin und organische Stoffe. Das Holz wird zunächst mechanisch zerkleinert, dann mit einer Kochflüssigkeit imprägniert und unter Druck und Temperatur über mehrere Stunden gekocht. Am Schluß der Verarbeitung wird der fertige Zellstoff getrocknet und zu Platten gepreßt.